Über Mich

Für mich war stets klar, dass ich Psychologie studieren wollte. Ich bemerkte, dass hinter dem was wir sind, sagen, handeln und tun viel mehr uns beeinflusst als wir ahnen. Diese Zusammenhänge zu verstehen war mein Ziel, da ich mich sonst wie eine Marionette fühlte in einem Spiel, dass ich nicht verstand. Nach meinem Psychologiestudium an der Universität Bern habe ich meine Psychotherapieausbildung Kognitiv-Verhaltenstherapeutischer Richtung mit integralen Elementen nach Grawe in der Praxisstelle Bern absolviert. Mit dieser Ausbildung bin ich eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin sowie Fachpsychologin für Psychotherapie FSP. Die Therapieausbildung hat mich dem Bestreben, die menschliche Psyche zu verstehen sehr viel näher gebracht. Dafür bin ich sehr dankbar. Beruflich habe ich 10 Jahre in der Sozialpsychiatrischen Klinik Soteria gearbeitet. Der ganzheitliche Ansatz, die Behandlung der Klienten auf Augenhöhe, keine geschlossenen Türen, sowie sehr niedrig dosierte Medikation, hat mich sehr angesprochen nach der Soteria habe ich bei verschiedenen Psychiatern in delegierten Verhältnissen gearbeitet. Seit 2016 bin ich selbstständig als Psychotherapeutin tätig. Auch kognitiv-verhaltenstherapeutische Verfahren sind in meinem Repertoire. Ich spüre feinfühlig und intuitiv wo der rote Faden hinführt. Ich führe in diesem Prozess zu den «tiefliegenden» Themen hin, die ihr vorgebt. Ich arbeite auf Augenhöhe, d.h ich betrachte Menschen nicht als gesund oder krank, sondern erkenne, dass wir alle dysfunktionale konditionierte Muster in uns tragen.

Ich öffne einen Raum in dem wir und die belastenden Themen zuerst mal sein und sich ausdrücken können. Jedes Symptom hat eine Botschaft. Wir verlängern und verstärken Leiden nur indem wir versuchen es zu kontrollieren, wegzudrücken oder zu vermeiden. All diese Versuche, diesen Themen ja nie mehr zu begegnen führen zu zahlreichen Überlebensstrategien, die uns mit der Zeit immer mehr von dem entfremden was wir eigentlich wollen, uns so erkranken lassen und uns hindern eine positive Veränderung einzuleiten. Es geht darum diese Überlebensstrategien zu erkennen, ihre Wirkungsweise zu verstehen und sie im Dialog so zu verändern, dass sie uns unterstützend zur Seite stehen. «Hinter» den Überlebensstrategien sind Anteile/Symptome/Verletzungen, die betrachtet, gespürt und verstanden werden wollen. Es geht darum genügend Stärke/Ressourcen aufzubauen, um diesen Anteilen überhaupt gegenübertreten zu können. Wenn dies möglich wird, kann zu diesen Anteilen eine gute Beziehung aufgebaut werden. Kann die Verletzung «gehalten « werden, verlieren die Überlebensstrategien ihre Antriebsgrund.

Alternative Heilmethoden

Frau P. kam mit Panikattacken in die Klinik. Später in der ambulanten Therapie zeigte sich, dass die Angst Panik davor hatte, dass Frau P. ihr Leben weiter so lebte aufgrund der gelebten Norman und ihr selbst nicht zuhörte, was sie wollte. Als wir der Angst eine Stimme gaben, zeigte sich „hinter“ der Angst einen Anteil den alle stets Depression nannten. Er wurde mit Antidepressiva behandelt und als krank beurteilt. Auf dem Stuhl bei mir erklärt der Anteil aber, dass er so depressiv ist, weil Frau P. ihm nicht zuhört und er die Hoffnung eigentlich schon aufgebeben hat, dass sich je etwas ändert. Er sei keine Erkrankung und Frau P. solle endlich aufhören ihn weghaben zu wollen und endlich Verantwortung für ihn übernehmen und ihn ernst nehmen. Als Frau P. begann von diesem Anteil zu lernen, verbesserte sich ihr Leben stetig. Viele weitere Aspekte und Verletzungen zeigten sich, die schon lange etwas sagen wollten. Das gab Frau P. nicht nur Mut sondern auch enormes Vertrauen in sich selber und grosse Freude an diesem Prozess des Lebens.

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Ganz und gar

Anja König

Lentulusrain 14

3007 Bern